Datengesteuerte Energieüberwachung und Optimierung von Industrieprozessen
Kongskilde Industries nimmt an einem Gemeinschaftsprojekt teil, das sich auf die Elektrifizierung und digitale Integration in der Fertigungs- und Prozessindustrie konzentriert. Die Initiative erforscht, wie die Digitalisierung von Wertschöpfungsketten strukturierte Daten zur Unterstützung einer evidenzbasierten Produktionsplanung und betrieblicher Entscheidungen liefern kann.
Neben Kongskilde Industries nehmen auch Nordeuropas größter Gießereikonzern Vald. Birn, der IT-Berater Fellowmind, die Universität von Süddänemark und der Anbieter von Softwarelösungen Inuatek A/S. Das Projekt wird von Energy Cluster Denmark geleitet.
Im Folgenden finden Sie Auszüge aus einem Artikel, der in der dänischen Fachzeitschrift Maskinbladet veröffentlicht wurde.
„Wir bewegen uns in Richtung Industrie 4.0, wo Daten aus der Produktion und den Prozessen entscheidend sind. Deshalb müssen wir in Zukunft in der Lage sein, unseren Kunden datengesteuerte und intelligente Lösungen zur Optimierung ihrer Produktion und Prozesse anzubieten.“
Steen Hansen, Leiter F&E, Kongskilde Industries A/S

Kongskilde Industries hat im Herbst 2022 ihre erste Cloud-Lösung für die Datenerfassung und -analyse eingeführt. Die Lösung ermöglicht sowohl dem Kunden als auch Kongskilde eine kontinuierliche Überwachung der Produktion anhand von Daten, die mit Sensoren aus den Produktionsprozessen gesammelt werden. „Für unsere Kunden geht es um die Überwachung des Energieverbrauchs, aber auch um die Planung von Service und Wartung.
Kongskilde liefert typischerweise Systeme, die Pneumatik zur Unterstützung der Produktion einsetzen, bei denen z.B. Abfall oder Staub abgesaugt oder weggeblasen wird. „Unsere Systeme machen in der Regel nur einen kleinen Teil des Gesamtverbrauchs aus, aber es ist wichtig, dass die Systeme aus Gründen der Zuverlässigkeit, der Wartung und des Energieverbrauchs stabil und optimal laufen“, sagt Steen Hansen.
Das Geschäftsmodell ist eine Zusatzlösung zu Kongskildes bestehenden Systemen. „Es liegt im Ermessen des Kunden, welche Komponenten oder Prozesse er überwachen lassen möchte. Das können Motoren, Ventilatoren oder Filter sein. Wenn zum Beispiel Filter verstopfen, hat das Auswirkungen auf den Energieverbrauch, die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer“, sagt Steen Hansen.
Die Kombination aus Echtzeitdaten und Frequenzumrichtern wird auch in der Lage sein, den Energieverbrauch zu überwachen, so dass nur die notwendigen Gebläse laufen. Dadurch werden feste Einstellungen vermieden, die zuweilen zu unnötigem Energieverbrauch führen. „Mit den Echtzeitdaten wird es möglich sein, die Geschwindigkeit der Gebläse zu reduzieren, ohne dass es zu Produktionseinbußen kommt. Das Ziel ist eine dynamisch angepasste Versorgung. Im Optimalfall laufen die Prozesse vollautomatisch ab, um das Risiko menschlicher Fehler zu vermeiden, die den Prozess in unangemessener Weise beeinflussen können. Vollautomatische Lösungen erfordern jedoch, dass die Voraussetzungen genau richtig eingestellt sind. Alle wichtigen und notwendigen Produktions- und Energieparameter müssen in die Lösung integriert werden. Das Projekt wird uns helfen, mehr darüber zu erfahren“, sagt Steen Hansen abschließend.